Veranstaltungshalle im Kreis Minden-Lübbecke (Westfalen-Arena) - Entscheidung für Multifunktionshalle soll bald kommen

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Entscheidung für Multifunktionshalle soll bald kommen

(Der Bericht wurde nun nach zwei Wochen freigeschaltet, nachdem die Lokalpresse zum Thema nicht zielführend informieren will. Sie können die gedruckte Presse im Papierkorb liegen lassen. Worum es geht, lesen Sie hier!)

Die Kreistage im Oktober oder Dezember sind mögliche Termine für den Beschluss zum Hallen-Neubau. Seit den ersten Krisensitzungen zum Brandschutz der KAMPA-Halle sind zwei Jahre vergangen, mahnt Matthias Beier. Er hatte als Kreistagsabgeordneter der UB-UWG sofort für einen Neubau am Hauptbahnhof plädiert.

Matthias Beier: "Unser Positionspapier für einen Neubau am Hauptbahnhof erhielten nach der Krisensitzung viele Mindener Ratsleute druckfrisch in die Hand. Darum klingelten beim Baudezernenten danach die Telefone. Die Chance für einen Neubau mußte erkannt und kommuniziert werden. Die schon vorbereiteten Aufträge von 6,5 Millionen € teuren Umbaumaßnahmen konnten auf Eis gelegt werden."

Diese Summe kann nun als Startgeld für einen Neubau angeboten werden. Darüberhinaus halten sich Kreispolitiker sehr zurück. Von dem Gedanken, dass der Kreis so wie mit KAMPA-Halle und mit Merkur-Arena auch einen Neubau finanzieren wird, ist man nun weit entfernt. Schließlich ist es auf Kreisebene nicht unbemerkt geblieben, wie sehr mehrere Mindener Bürgermeisterkandidaten ihr Top-Thema "Anti-Kreis" geritten hatten. Dies wäre in offenen und fairen Diskussionen sicherlich gerade zu rücken gewesen, meint Matthias Beier. Allerdings habe eine offene und faire Diskussion die beherrschende Mindener Tageszeitung unterdrückt. Dazu Matthias Beier: "Im Kreis wären zehn andere Städte dazu bereit, um eine von Minden angeblich ungeliebte Rolle als Kreisstadt zu übernehmen. Auch gäbe es dort Lokalredaktionen, die über das Thema ausreichend korrekt berichten würden."

Dennoch bleibt Kreistagsabgeordneter Matthias Beier optimistisch, dass eine Westfalen-Arena direkt am idealen Standort dem Hauptbahnhof entstehen wird. Für eine in der Machbarkeitsstudie vorgeschlagene Betriebsgesellschaft, deren Anteilseiger dann Kreis, Stadt und heimische Wirtschaft sein sollten, stehen die Türen offen. Die bisherige Problemfläche "Alter Güterbahnhof" wird von der Stadt Minden nun saniert. Die mittelfristige Verpflichtung zur Bodensanierung hätte die Stadt in jedem Fall. Kreistagsmitglied Matthias Beier hofft darauf, dass die Zahl der Befürworter des Projektes deutlich ansteigen wird. Jeder muß sich die einfache Frage stellen, ob er direkt am Hauptbahnhof zukünftig lieber eine Westfalen-Arena sehen möchte, oder ob dort ein weiterer Baumarkt oder vielleicht eine KFz-Werkstatt oder eine weitere Tankstelle eröffnen sollte. Für das Erste bedarf es selbstverständlich einer verbesserten Kommunikation zwischen Kreis, Stadt und Wirtschaft. Und Matthias Beier meint auch, dass es einer besseren Lokalpresse bedarf. [...] - NOTIZ: ... in Bearbeitung ...

Für ein Konzept mit mehreren Hallen wirbt er nun in einem Anschreiben an die Chefs der heimischen Wirtschaft. Er möchte das Modell einer "Halle-für-Alles" gegen ein Konzept von mehreren Hallen A/B/C austauschen. Dies hatte er bereits in den Sondergremien vorgeschlagen. Sein Argument ist, dass bei 52 Wochen eines Jahres ein Verlust von 29 Tagen durch Auf-u.Abbau vermieden werden sollte. Er meint, dass eine Halle-B für Messen und Ausstellungen sogar baulich und kostenmäßig günstig sein kann. Auch eine Halle-C für Kongresse und Fachtagungen wäre günstig zu realisieren.

Die neue große Multifunktionshalle würde Beier deutlich größer aber auch kostengünstiger planen wollen. Obwohl die Machbarkeitsstudie eine Halle mit nur 3.000 Sitzplätzen konzipiert, wurden hierfür in Gesamtheit 23 Millionen € Baukosten angenommen. Andere ebenfalls für Bundesliga-Handball geeignete Neubauten hatten jedoch nur 10 bis 14 Millionen € gekostet, obwohl wesentlich höhere Sitzezahlen realisiert wurden. Matthias Beier erhofft sich von seinem aktuellen Anschreiben beziehungsweise Vortag an die Adresse des Projektentwicklungsvereins der Wirtschaft, dass eine aktive Suche nach günstigeren Bauvorschlägen beginnt.

Eine Hiobsnachricht kam nun von der Handball-Liga, welche die Anforderungen an Spielstätten hochschrauben will. Eine Nachbesserung der Merkur-Arena zu geschätzten 10 Millionen € wäre kaum finanzierbar. Auch wenn sich niemand gerne einem Diktat von Sport-Funktionären unterwerfen will, so ist klar dass die neue Westfalen-Arena in Minden alle neuen Anforderungen erfüllen wird. Damit wird für GWD Minden eine zukunftssichere Spielstätte entstehen, was mit der KAMPA-Halle unmöglich wäre. Für den TUS N Lübbecke würde eine Verbannung aus der Bundesliga wenigstens nicht erfolgen können, wenn man als mögliche Spielstätten die Merkur-Arena und zusätzlich die Westfalen-Arena offiziell angeben kann. Da die "höheren Anforderungen" durchs Sport-TV kamen, müssten dann die TV-Sender letztlich den Spielort mit dem TUS N Lübbecke aushandeln. Auch wegen diesen Hintergrundes ist das Konzept mehrerer Hallen A/B/C sinnvoll, denn der Terminplan des Neubaus in Minden könnte plötzlich eng werden.

Matthias Beier: "Ein wichtiges Thema ist zudem das Gespenst der im Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehenen Umgehungstrasse. Damit Minden kein Abstellgleis wird, ist das Projekt Westfalen-Arena noch wichtiger. Wir können argumentieren, dass übervolle ICE/IC-Fernzüge in Minden zu erwarten sind. Während bisher nur Protest losgelassen wurde, können nun echte Argumente in die Waagschale gelegt werden. Eine Degradierung des Hauptbahnhof kann verhindert werden, indem wir die Fahrgastzahlen deutlich steigern."

Mit der Machbarkeitsstudie ist Matthias Beier (UB-UWG) im Konsenz sehr zufrieden. Über die Kosten haben sich leider Missverständnisse im westlichen Kreisgebiet verbreitet. Die Machbarkeitsstudie ist so zu verstehen, dass die geschätzen Baukosten von 23 Millionen € rechnerisch auf 0 € gesetzt werden, indem jährliche Betriebsergebnisse und jährliche Abzahlung zusammen addiert werden. Das so errechnete Jahresminus von 1,2 Millionen € sollte sich durch weitere Optimierung und insbesondere durch Sponsoring-Gelder, hoffentlich auch Fördergelder, deutlich nach unten drücken lassen.

Sollte das Modell mehrerer Hallen A/B/C nun Anklang finden, so würden sich hiermit neue Möglichkeiten des Namensrechts eröffnen. Während der obenstehende Name dann Westfalen-Arena wäre, so könnte es drei oder vier Hallen-Namen geben. Also beispielsweise eine FirmaX-Kongresshalle oder einen FirmaX-Musikpalast. In seinem Anschreiben an die Chefs empfielt Matthias Beier also weiterhin den Namen Westfalen-Arena. Die jeweiligen Hallen wären aber als Namens-Werbeträger im Angebot. Nun können wir als Bürger und Publikum uns nun fragen, welche heimischen Großunternehmen auf diese Offerte anbeißen werden.

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